
Fleißige Bienchen im Naschgarten der Kita St. Luderus
Die Kinder der kath. Kindertageseinrichtung St. Ludgerus waren wie in jedem Frühjahr wieder täglich in ihrem Naschgarten auf dem Kitagelände fleißig.
In diesem Jahr sollten Kürbisse, Melonen, Möhren, Gurken, rote Beete und Tomaten angepflanzt werden. Die Kräuterbeete mit Minze, Zitronenmelisse, Schnittlauch und Oregano wurden zurückgeschnitten. Unkraut wurde mit der Kraft von Kinderhänden gejätet und das kleine Erdbeerfeld in Form gebracht. Die Kinder gruben den Acker um und kümmerten sich um das Wässern der Pflanzen.
Ein neues Hochbeet wurde zusammengebaut und mühsam mit Pflanzerde befüllt. Die Kinder säten anschließend Sommerblumensamen ein.
Das Weidentipi wurde um viele neue Weidenpflanzen ergänzt, damit dieses ,,Zelt‘‘ dicht zusammenwachsen kann und so den Kindern bald einen gemütlichen und schattigen Platz zum Spielen bietet. Der Förderverein der Kita hat im Übrigen die Anschaffung der neuen Pflanzen finanziert.
Viele der Kinder erinnern sich an die Gartenarbeit aus den Jahren zuvor, welche ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit dieser Kita ist. Besonders die Erntezeit liefert viele schöne und appetitliche Gesprächsthemen.
Manche Kinder zupfen gerne ein paar Melisse- Minze oder Schnittlauchblätter ab und genießen diesen besonderen Geschmack. Andere Kinder lieben die sonnenwarmen kleinen Tomaten.
Mit den Sommerblumen lassen sich kleine bunte Sträuße als Tischdeko für das Frühstückscafe zaubern. Oder die Blüten werden in einer Blumenpresse getrocknet und später weiterverarbeitet.
Um so größer war das Entsetzen, als die Kinder und Fachkräfte nach dem schrecklichen Unwetter Ende Mai im Naschgarten den großen Schaden an den Pflanzen entdeckten. Unzählige Pflanzen waren vom Sturm abgeknickt und von Hagelkörnern durchlöchert.
Nachdem der erste Schreck überwunden war, wollten die Kinder im Garten retten, was zu retten war. Sie räumten gemeinsam auf und beobachteten mit Staunen und Erleichterung, wie sich viele Pflanzen mit der Zeit erholten und neue Blätter und Blüten bildeten. Dank der guten Pflege und Sorgfalt der Kinder wurden die Pflanzen wieder zusehends stärker.
Als zertifizierte Klima-Kita liegt dem pädagogischen Team die Vermittlung von wertschätzendem und nachhaltigem Umgang mit der Natur sehr am Herzen. Zur Zeit lässt sich eine Fachkraft zur Naturpädagogin ausbilden.
So gibt es immer wieder spannende und lehrreiche Themen, die vom Kitapersonal aus der Lebenswelt der Kinder aufgegriffen und kindgerecht vermittelt werden.
Beispielsweise das Färben von Schafwolle mit Pflanzen aus dem Naschgarten oder wie unlängst die artgerechte Aufzucht von Distelfaltern in jeder der vier Kitagruppen. Über Wochen durften die Kinder beobachten, wie sich winzige Raupen in wunderschöne Schmetterlinge verwandelten. Diese wurden natürlich – unter dem Jubel der Kinder – an einem sonnigen Frühlingstag in die Natur entlassen.